Eiserne Menschen

Die Fotografien Georg Krauses strahlen häufig eine ganz bestimmte Ruhe aus, die von einer starken Konzentration auf den Bildgegenstand getragen wird, gleichgültig, ob es sich dabei um ein Stillleben, eine Landschaft oder – doch da wird es eben ganz besonders deutlich – um Menschen handelt.
Seiner Methode liegt ein Motiv zugrunde, das dem natürlichen Weltverständnis des Fotografen Krause entspringt. Er ist nicht vordergründig darauf aus, mit seinen Bildern Welt zu verändern oder sie in einer bestimmten Tendenz oder Änderung zu zeigen. Seine Kommunikation mit der Welt findet im Bild statt und drückt sich darin aus und zu diesem (Selbst-)Gespräch über Gesehenes lädt er den Betrachter ein.

Mit seinen Fotografien gibt Georg Krause ein Mittel an die Hand, das eigentlich nichts anderes sein will, denn Hilfe zum Sehen. Denn sehen muss ein jeder selbst, mit den eigenen Augen. Das Angebot des Fotografen an den Betrachter seiner Bilder besteht in dessen fortwährender Einladung zu einem Zwiegespräch mit dem Bildgegenstand, ganz gleich, ob es sich dabei um die für Krause typischen feinfühligen Porträts gewöhnlich unauffälliger Zeitgenossen, um städtisches Leben wie das etwa von Paris oder Landschaften wie seine Rügen-Bilder handelt.

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